Ich möchte euch hier eine Anleitung für einen gelungenen Messerwurf geben, die ich so bisher noch in keinem Buch gesehen hab. Es ist eine Technik, die sich besonders für das Werfen von normalen Messern eignet. Mit normalen Messern meine ich zum Beispiel Jagdmesser und ähnliche, die, im Gegensatz zu speziellen Wurfmessern, zumindest einseitig recht scharf geschliffen sind.
Gezeigt
hat mir diese Technik ein alter Freund, der früher bei den
Fallschirmjägern
war. Als bei uns einmal das Gespräch auf Messerwerfen kam, hat er
mir gesagt ,daß ein Wurf mit vielen Rotationen für den
praktischen
Gebrauch nicht geeignet wäre. Man verzeihe mir die Definition "
praktischer
Gebrauch",diese Wurftechnik stammt nun einmal aus dem
militärischen
Bereich, ist aber nicht desto Trotz auch eine Bereicherung für den
artistischen Messerwerfer, zumindest für den weniger Geübten.
Am
besten
gelingt dieser Wurf auf eine Entfernung von etwa 4-5 Meter.
Nun,
ich
war natürlich zuerst einmal sehr skeptisch, zumal mir bisher noch
nicht viele Leute begegnet sind, die das , was sie gesagt hatten
, auch vorführen konnten!
Er bat
mich um ein normales, schweres Messer, vorzugsweise eins mit einem
schweren
Griff.
Beim
nun nachfolgenden Werfen konnte er mich davon überzeugen,
daß
diese Methode sehr gut funktioniert. Er warf nämlich ohne
Vorbereitung,
mit einem fremden, ungewohnten Messer und hatte dabei eine sehr gute
Trefferquote!
Die
Grifftechnik
für diesen Wurf sieht so aus:

Die
Klinge
liegt waagerecht in der Hand, die scharfe Seite zeigt nach aussen. Die
Haltekraft entsteht hauptsächlich durch den Druck zwischen
Daumen
und Zeigefinger.
Die
Stellung
ist die Grundstellung, wie beim Messerwerfen allgemein üblich.
Beim
Rechtshänder steht der linke Fuß vorne, die Beine gehen ein
wenig auseinander, so dass die Füße in etwa einen
schulterbreiten
Abstand haben.
Der
Wurfarm
mit dem Messer geht hinter den Kopf zurück, danach wird die Hand
nach
vorne in Richtung Ziel beschleunigt. Wichtig ist, dass man
das Messer aus der Hand gleiten läßt, wenn der Griff auf das
Ziel zeigt.
Das
Messer
wird nun mit dem Griff voran auf das Ziel zufliegen, dann umklappen,
und
ca. den letzten Meter mit der Spitze voran fliegen.

Dem
aufmerksamen
Beobachter wird wohl nicht entgangen sein, daß die Ratte, obwohl
sie rechts wirft, auch mit dem rechten Fuß vorn steht. Na ja, sie
darf ja auch mal einen Fehler machen...
Der
Vorteil
dieser Methode ist, daß man mit viel Kraft werfen kann.
Nachteilig
ist eigentlich nur, daß die Klinge oftmals waagerecht im Holz
steckt,
was natürlich das Eindringen von breiten Klingen in hartes
Holz
erschwert.
Ich persönlich bevorzuge für diesen Wurf einen sehr schlanken, beidseitig geschliffenen Dolch. Wenn man damit übt, sollte zumindest am Anfang die Klinge nicht allzu scharf sein ( oder man hat einen großen Vorrat an Pflaster).
Also viel Spaß beim Üben!