Eine schöne Anleitung zur Herstellung von Wein aus Sauerkirschen hat uns Andreas Schöne aus Sachsen geschickt:

Hallo Weinfreund,
 ich habe Deine Elegien über die Sauerkirschweinproduktion gelesen.

Hier ein Hinweis aus meiner Erfahrung:

gepflückte Sauerkirschen nur grob abspülen und die faulen Früchte auslesen.
Gewaschen Früchte in einen 10 l Behälter schütten - Gärtopf, Plasteeimer - kein Metall
Badehose anziehen, in den Garten gehen, Bohrmaschine mit Holzquirl, alle Freunde wegschicken und los...

Nach 3 - 4 min ist alles zermatscht. 1 kg Zucker mit einrühren.
Plastefolie oben drauf und weitgehend dicht mit Strick wegen Essigfliegenabdichten.
2 Tage in der Sonne oder im Warmen stehen lassen.

Ein Plaste- , Glas oder Cu-Rohr mit mindestens 12 mm Durchmesser und Abziehschlauch durch die Gärhaube bis auf den Grund stoßen.(Die Einlaufstelle am Rohr mit Fliegengaze großvolumig als Filter umwickeln)
Den Maischebehälter hochstellen und den Most über den Schlauch durch ein großes Plasteküchensieb und einen Trichter direkt in das Glasgärgefäß abziehen.
Der geringe, nicht abziehbare Rest kam noch durch das Sieb gekippt werden. Rest ist minimal.

Wasser und weiterer Zucker je nach Süße des Mostes. Ich habe konkrete Tabelle,(voll krass Alder! Anm.d.Red.) leider heute nicht zur Hand.

Haltbarkeit meines Kirschweines: bis Weihnachten. Dann war er immer alle.
Flaschenabfüllung: Nein, immer mit dem Schlauch direkt in die Karaffe.
Hefe: Nein, die Sauerkirsche hat genügend eigene Hefen.

Des Rest der Maische habe ich übrigens gebrannt.

Heute habe ich leider keine Sauerkirschen mehr. Dafür ein paar Zeilen Müller-Turgau, Portugieser und Gutedel, die ich auch komplett keltere.

MfG / Andreas Schöne / Sachsen
 

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